Master of Disaster
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Vielleicht öffne ich die Büchse ja mal...
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« Antworten #60 am: 07. März 2006, 15:54:56 » |
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Da du bei mir um eine Antwort auf deine Hirngespinste gebettelt hast: Nachdem du dich eines ungeliebten Lehrers entledigt hast, bist du mit seinem Aoto weggefahren.
Und jetzt extra wegen deiner penetranten Art eine längere Geschichte (ist aber auch ganz leicht):
„Oh mein Gott! Oh mein Gott!“ schrie die völlig aufgebrachte Frau um 2.15 Uhr in das Telefon, als sie den Polizeinotruf anrief. „Er ist tot! Er ist tot! In der Bahnhofstoilette! Bitte, bitte kommen sie schnell!“ In der kleinen Stadt Maithal gab es seit über zehn Jahren in dem noblen Bahnhofsviertel keinen Toten mehr. Früher war der Bahnhof Treffpunkt vieler Drogenabhängiger, doch seitdem ein kostenloses Hilfscenter für sie aufgebaut wurde, ging die Zahl der Herumlungernden im gesamten Stadtviertel stark zurück. Nicht zuletzt wegen der kostenlosen „Entwöhnungsmedikationen“, welche die Stadt jährlich über 1 Mio. öffentlicher Gelder kosten und den Süchtigen nicht wirklich bei der Therapie helfen; falls das Verteilen von drei Rationen pro Person und Tag überhaupt als „Therapie“ bezeichnet werden kann. Als Kommissar Staiger in der warmen Herbstnacht um 2.40 Uhr am Fundort ankam, war das Gebiet bereits von der Bahnhofspolizei abgesperrt worden. In der Eingangshalle warteten die Reisenden und fragten, wann sie endlich wieder in den seit anderthalb Stunden haltenden Zug einsteigen könnten. Durch den Zwischenfall hatte der Zug mittlerweile eine knappe halbe Stunde Verspätung angesammelt. Ein Beamter kam Staiger entgegen und führte in zur Herrentoilette, in der die Leiche gefunden wurde. „Sie sehen, Herr Kommissar, sie hätten weiterschlafen können. Der Fall ist klar. Der Verstorbene war ein Junkie und hat sich hier seinen goldenen Schuß gesetzt. Die leere Spritze befindet sich noch in seiner Hand. Es ist eine Schande, daß das hier wieder losgeht.“ Der Tote lag mit abgespreizten Armen, den Rücken an eine Wand gelehnt, auf dem Boden. Seine Hemdärmel waren hochgekrempelt. Neben ihm lag außerdem ein aufgerissenes Päckchen Heroin. „Niemand hat etwas am Tatort verändert?“, fragte Staiger. „Nein, Herr Kommissar. Alles ist in dem Zustand, wie es die Zeugin vorgefunden hat. Der Mann wird scheinbar nicht vermißt und kennen tut ihn hier auch keiner.“, war die Antwort des Polizisten. „Hat er keinen Paß bei sich?“ Der Wachtmeister machte eine Handbewegung, worauf einer seiner Kollegen die Leiche durchsuchte. „Wo bin hier nur hingeraten?“ dachte sich Staiger. Nach beendeter Durchsuchung erstatte der Mitarbeiter Bericht: „Ich konnte keinen Ausweis finden. Seine Taschen waren leer.“ „Sehen sie, Herr Kommissar, ein typischer Selbstmord. Er wollte unerkannt bleiben und hat seine Personalien wahrscheinlich zu Hause liegen gelassen. Er wußte schon, daß er sie nicht mehr braucht.“ Staiger inspizierte währenddessen den Reinigungsplan für die Toilette. Die Eintragungen zeigten, daß sie um 0.40 Uhr, um 1.30 Uhr und um 2.20 Uhr gereinigt wurde. Unter Bemerkungen stand in einer nur mit Mühe lesbaren Handschrift neben der letzten Signatur ‚Müll geleert’ und ‚Klopapier aufgefüllt (3x)’. Er blickte zu dem kleinen, mit zwei zerknäuelten Papierhandtüchern gefüllten Abfalleimer. „Nein, es war Mord. Daran besteht jetzt kein Zweifel mehr.“, stellte Staiger mit überzeugter Mine fest, „Das hätten sie aber bereits früher merken müssen, Herr Wachtmeister. Aber wenigstens etwas haben sie richtig gemacht. Ich übernehme den Fall jetzt.“
Was war Staiger aufgefallen und wie geht es weiter?
Tip (natürlich verschlüsselt): Njbkxuiwlwcdy
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