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Autor Thema: Die Anwaltsgeschichte des Jahres  (Gelesen 759 mal)
Heike
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« am: 01. November 2005, 21:55:28 »

das ist mir per mail reingeflattert:


Das ist die wohl beste Anwaltsgeschichte des Jahres, und wohl auch des
Jahrzehnts! Sie ist wahr und hat den ersten Platz im amerikanischen
Wettbewerb der Strafverteidiger (Criminal Lawyer Award Contest) gewonnen:
In Charlotte, NC, kaufte ein Rechtsanwalt eine Kiste mit sehr seltenen und
sehr teueren Zigarren und versicherte diese dann, unter anderem, gegen
Feuerschaden. Über die nächsten Monate rauchte er die Zigarren vollständig
auf, und forderte dann die Versicherung auf (die erste Prämienzahlung war
noch nicht einmal erbracht), den Schaden zu ersetzen. In seinem
Anspruchsschreiben führte der Anwalt auf, dass die Zigarren durch eine
Serie kleiner Feuerschäden vernichtet worden seien. Die Versicherung
weigerte sich zu bezahlen, mit der einleuchtenden Argumentation, dass er
die Zigarren bestimmungsgemäß ver(b)raucht habe. Der Rechtsanwalt klagte...
und gewann! Das Gericht stimmte mit der Versicherung überein, dass der
Anspruch unverschämt sei, doch ergab sich aus der Versicherungspolice, dass
die Zigarren gegen jede Art von Feuer versichert seien, und
Haftungsausschlüsse nicht bestünden. Folglich müsse die Versicherung
bezahlen, was sie selbst vereinbart und unterschrieben habe. Statt ein
langes und teures Berufungsverfahren anzustrengen, akzeptierte die
Versicherung das Urteil und bezahlte 15.000 US-Dollar an den Rechtsanwalt,
der seine Zigarren in den zahlreichen ´Feuerschäden´ verloren hatte.
Jetzt kommt's:
Nachdem der Anwalt den Scheck der Versicherung eingelöst hatte, wurde er
auf deren Antrag in 24 Fällen von Brandstiftung verhaftet. Unter Hinweis
auf seine zivilrechtliche Klage und seine Angaben vor Gericht, wurde er
wegen vorsätzlicher Inbrandsetzung seines versicherten Eigentums zu 24
Monaten Freiheitsstrafe (ohne Bewährung) und 24.000 US-Dollar Geldstrafe
verurteilt. Und jetzt soll noch einer sagen, dass die Amis keinen an der
Klatsche haben.
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Lange bevor ich erwachsen wurde,
lehrte mich ein Teddy,
was Liebe wirklich heißt:
nämlich da zu sein, wenn man gebraucht wird.
(Jim Nelson)
ronizzel
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« Antworten #1 am: 02. November 2005, 10:00:06 »

Das ist echt krank.

Also ich hab z.B. davon gehört, dass ein Vater den Football-Verein seines Sohnes verklagt hat, weil sein Sohn so oft auf der AUswechselbank war. Und hat gewonnen. Ich hab aus dem Buch "Streiflichter aus Amerika" von Bill Bryson noch zahlreiche Beispiele den (Un)rechtssystems der USA, aber das is ja der Gipfel Lächelnd

Aber was ich gut finde Lächelnd Es haben jetzt zahlreiche amerikanischen Anwälte beschlossen, gemeinsam Unternehmen verklagen, der auch nur indirekt mit ihrem Handeln die Zukunft der nächsten Generation hinsichtlich der Umwelt verschlechtert haben, um Schadensersatz herauszuholen. An der Stelle wird das wenigstens mal sinvoll genutzt.
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