Bibel und TodesstrafeIch weise noch einmal auf diese Seite hin.
Das 5. Gebot ist nun einmal so auszulegen, dass es bedeutet "Du sollst nicht morden."
Ich schreibe das nicht, weil es auf dieser Seite steht, sondern weil es so ist. (Falls mir da jemand in den Rücken fallen will...Pech gehabt

)
Desweiteren hat sich unser "Gouvernator" wieder durch eine "Glanzleistung" bewiesen: Er hat das Gnadengesuch eines 75-jährigen Mannes abgelehnt.
edit (Pressemeldung):
Der 75 Jahre alte Todeskandidat Clarence Ray Allen ist blind, fast taub und sitzt im Rollstuhl. Am Dienstag soll er durch eine Giftspritze im San Quentin Gefängnis bei San Francisco hingerichtet werden.
Gouverneur Arnold Schwarzenegger lehnte einen Monat nach der umstrittenen Exekution des Ex-Bandenführers und Kinderbuchautors Stanley Tookie Williams ein Gnadengesuch von Allen ab.
Sein Alter und Gesundheitszustand seien kein Grund, die Strafe auszusetzen, begründete der Republikaner seine Entscheidung. In dem Gesuch hatte es geheißen, es sei eine «grausame und ungewöhnliche Bestrafung», einen gebrechlichen alten Mann hinzurichten.
Schwarzenegger hatte zuvor bereits drei Gnadengesuche anderer Todeskandidaten abgelehnt, zuletzt das von Nobelpreis-Kandidat Williams, der nach einer Wandlung hinter Gittern zum Autor und Friedensaktivisten weltweit Fürsprecher hatte. Schwarzenegger hielt ihm vor, er habe sich nicht für die ihm angelasteten Morde entschuldigt.
Der gebürtige Österreicher bringt in der Todesstrafendebatte auch gerne an, dass er dem Volke diene. Die Mehrheit der Kalifornier befürwortet die Todesstrafe.
In Allens Fall bringen die Anwälte das fortgeschrittene Alter und die schlechte Gesundheit ins Spiel. «Einen blinden, alten und gebrechlichen Mann im Rollstuhl in die Hinrichtungskammer zu schieben, wäre ein bizarres Spektakel, das das Gewissen erschüttert und die grundlegenden Regeln des menschlichen Anstands verletzt», argumentieren die Juristen.
Der Todeskandidat beteuert seine Unschuld
Allen, der am Vorabend der geplanten Hinrichtung 76 Jahre alt wird und seine Unschuld beteuert, hat die gerichtlichen Wege für eine Aussetzung der Exekution fast ausgeschöpft.
Das Oberste kalifornische Gericht und ein Bundesrichter lehnten einen Aufschub in der vergangenen Woche ab.
Der Anführer einer Diebesbande war 1977 wegen Anstiftung zum Mord zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Vom Gefängnis aus ordnete Allen drei weitere Morde an, die von Komplizen ausgeführt wurden. Dafür erhielt er 1982 die Todesstrafe.
Mit dem früheren Gefängnisleiter Dan Vasquez, einem Befürworter der Todesstrafe, hat der Häftling einen ungewöhnlichen Fürsprecher gefunden. Der alte Mann stelle keine Gefahr dar und seine Hinrichtung in diesem gebrechlichen Zustand wäre «unmenschlich», sagte Vasquez dem «San Francisco Chronicle».
Er verwies auch auf eine unzulängliche medizinische Versorgung der Häftlinge im San Quentin Gefängnis, die zu Allens Gesundheitsproblemen erheblich beigetragen habe.
Der an Diabetes leidende Greis, der im September einen Herzinfarkt erlitten hat, wäre der zweitälteste Häftling in den USA, der seit Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahr 1976 hingerichtet würde.
Das zeigt doch wieder einmal herrlich die Sinnlosigkeit der Todesstrafe. Ich finde es außerdem pervers.
Und vom finanziellen Aspekt her (danach richten die Amis sich bei der Vollstreckung anscheinend): es würde bestimmt weniger kosten, ihn bis zum Schluss dazubehalten.