kannst du aber auf ihrer Seite nachlesen...
http://mutabornet.de/abschied.htmloder hier lesen:
"Nach 13 Jahren Bandgeschichte und mehr als sieben Jahren unermüdlichen Konzertbetriebes...
...werden Mutabor ihr Schiff im Juli 2006 aus dem Fahrwasser ziehen, an Land tragen und inne halten. Nun ist der Kelch zu uns gekommen. Helen und Axel brauchen eine Auszeit. Es ist uns ganz bestimmt nicht leicht gefallen, dieser Tatsache ins Auge zu blicken und unsere Konsequenzen zu ziehen. Irgendwann musste es sein. Eine sich selbst bewahrheitende Prophezeiung…?
"Wer los lassen kann, kommt irgendwann an.". Die Geschichte war schon geschrieben, und jetzt ist es Zeit loszulassen und auszusteigen. Es gibt keine stehenden Bilder und doch so viele Träume, die ihrer Verwirklichung harren. "
Meine Abschiede, mein Werden, mein Abschied, mein Gewordensein.
Schritte sind Schritte durch Abschiednehmen, ohne Abschied kleben die Füße am Boden." (M.Hinrich*1926)
Lasst uns diesen Abschied unvergesslich feiern.
Ohne Abschied gibt es kein Wiedersehen.
Liebe FreundInnen
Vielen herzlichen Dank für Eure Freude, Begeisterung und Liebe, die Ihr uns auf den Konzerten und der Webseite spüren lassen habt. Hey, es war, hoppla, es ist ein großartiges Gefühl, mit Euch zu feiern, zu tanzen, zu träumen, zu lieben. Dieses Gefühl ist wie eine Droge, die uns immer wieder aufs Neue high macht und uns kreuz und quer durchs Land fahren lässt. All das hat sich in unsere Herzen geschrieben und unsere Lebenswege, ja unser Leben bestimmt. Nicht zuletzt sind wir durch Mutabor von Studenten zu Musikanten transformiert worden. Will sagen, dieses Zauberwort … hat ganze Arbeit geleistet. Es lehrte gleichzeitig, " dass es keine stehenden Bilder gibt" und dieses Leben einer fortwährenden Veränderung und Bewegung unterliegt, welche unsere Bandgeschichte von Anfang an geprägt hat. Die Geschichte vom Kalif Storch geht uns jetzt erst richtig auf, denn sie stellt indirekt auch die Frage:
Was wäre, wenn der Kalif den Zauberspruch nicht vergessen hätte?
Er hätte wahrscheinlich noch so einige Verwandlungen ausprobiert, und dieser Verwandlungsdrang wohnt wohl jedem Menschen mehr oder weniger inne. Wir haben uns damals diesen lateinischen Ausspruch als Namen gewählt, ohne zu wissen, welche Magie diesem anhaftet. Fortwährende Veränderung — unser Schicksal. Jeder Abschied war eine kleine Katastrophe und gleichzeitig ein Neubeginn, welcher uns immer wieder zu neuen Ufern aufbrechen ließ. So war es immer m u t a b o r. Da schließt sich der Kreis, und die Magie dieses Zauberspruches offenbart sich an uns selbst … und jetzt an Helen und mir.
Es ist uns selber noch unheimlich,
aber wir spüren ganz deutlich, dass es jetzt sein muss. Seit mehr als zehn Jahren sind wir - Helen und ich - nun mit Mutabor unterwegs. Ja, Mutabor hat eine ganze Dekade unseres Lebens bestimmt. Das Gewahrwerden dieser Dimension ist gleichzeitig aber auch die Einsicht, dass wir unsere eigene Schablone kreiert haben, die uns auch gewisse Grenzen in der Entfaltung als Individuen auferlegt. Bei einem Tourpensum von 80 Konzerten im Jahr erfordert das von allen Mitstreitern unbedingte Flexibilität und Priorität. Nicht nur allein das Führen einer Beziehung mit Kinderwunsch ist ein Grund, der in unserer Bandgeschichte zum Abschied geführt hat. Auch die Tatsache, dass jeder Musiker neben dem gemeinsamen Nenner "Mutabor" auch seine individuellen Vorlieben in der Musik oder anderen Bereichen hat und diese weiter entwickeln - sich verwandeln - möchte. Jedes dieser Individuumsen hat da auch noch andere Träume und Ideen, die sich mit Mutabor als Band in der Form, wie Ihr sie kennt und mögt, nicht unter einen Hut bringen lassen. Wir wollen, dass Mutabor erhalten bleibt - als das, was es ist, und unsere individuellen Ambitionen nun in dieser Auszeit angehen.
Mutabor gehört niemandem, es ist ein Geist, den wir dankbarerweise als Medium mit Musik übertragen konnten.
Lebt dieses Gefühl weiter, verändert diese Welt mit Eurer Liebe, Eurer Freude und Hoffnung. Zweifel sind Verräter, denn wir wissen, dass es möglich ist!
Abschiede sind kleine Tode, die zu Geburten überleiten.
© Dr. phil. Manfred Hinrich (*1926)
Abschiede sind kleine Tode, die zu Geburten überleiten.
© Dr. phil. Manfred Hinrich (*1926), deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller
Ohne Abschied gibt’s kein Wiedersehen.
© Walter Ludin (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor
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