Ich war in der ersten in Freiberg zum Schülerkolleg "Nichts geht ohne die Werkstoffe". Das heißt es ging um chemische / physikalische / mathematische / informatische / ingeneurtechnische Grundlagen zur Anwendung in allerlei praktische Dingen, wie zum Beispiel Automobilindustrie, Energietechnik, Computertechnik. Insbesondere ging es auch um Sensor- und Aktormaterialien (sprich Computern aber auch um Werkstoffe, die selber denken und sozusagen selber handeln nachdem sie einem "Reiz" ausgesetzt worden) sowie um die verschiedensten Arten von Mikroskopie (Atomkraftmikroskope, Elektronenmikroskope, optische Mikroskope) die wiederrum wichtig sind um sicherzustellen das man auch wirklich einwandfreie Werkstoffe hergestellt hat. Wir hatten uns auch mit Halbleitern beschäftigt, etc. pp. Ich will das jetzt hier nicht alles erläutern und bin erstaunt was ich alles gelernt und aufgeschrieben habe.
Am ersten Abend hatte uns alle ein Professor zum Essen eingeladen und auch alles bezahlt. Wir haben für die Woche 25€ bezahlt. Wir haben zu jedem Vortrag einen Berg Kekse, Knabbereien und ähnliches auf dem Tisch stehen gehabt und bekamen eine große Menge an flüssigen Nährstoffen. Das ganze wuchs über Nacht nach. Wir haben Experimente gemacht, bei denen wir ne 120€ teure Polirspraydose alle gemacht haben. Wir wurden kostenlos durch den Bergwrksschacht "Reiche Zeche" geführt. Wir bekamen einen dicken Block zum Schreiben. Und einen Kuli vin der TU Freiberg. Die Betten waren bereits bezogen als wir ankamen.
Das ganze nannte sich Schülerkolleg oder Winteruniversität letztendlich mit dem Ziel den Studienwunsch von interessierten Schülern in Richtung Freiberg zu ziehen, und auch wenn mir der direkte Vergleich fehlt ist das gelungen. Ich erkläre es nochmal anders: Diese Universität reist sich darum das wir dort studieren. Studieren kann man da hochinteressante Sachen:
http://www.tu-freiberg.de/studium/studgaenge.html (Naturwissenschaft - Mathematik - Wirtschaft). Sicher, das kann man an vielen Orten. Aber diese Universität ist bei den Unternehmen bekannt für eine großartige Ausbildung. Die Studenten sind meist schon irgendwo angestellt bevor sie überhaupt ihr Diplom fertig haben. Ich hab da auch mit Studenten geredet und der Optimismus ist Wahnsinn. Vlt. ist das da ja gar nicht Deutschland, son Gejammer und sone Idioten wie hier in Dresden hab ich da jdf. nicht gesehen.
Es gibt auch einmalige Studiengänge, zum Beispiel Engineering & Computing, ein wissenschaftlich-praxisorientiertes Informatikstudium (
http://www.tu-freiberg.de/%7Efak4/studiengaenge/ec/stdg_ec.html). Oder Angewandte Naturwissenschaft, sprich Chemie + Physik + Molekularbiologie (
http://www.tu-freiberg.de/studium/natur.html). Oder Angewandte Mathematik (
http://www.tu-freiberg.de/studium/mathematik.html).
Bitte geht bei dem Namen "Freiberg" nicht von einem Kaff irgendwo in Sachsen aus. Es ist eine Universitätsstadt mit vielen Studenten (bloß nicht soviele das man nur noch eine Nummer ist) und prima Studentenclubs, wunderbar leckerem Essen in der Neuen Mensa für das allein sich das Kommen bereits lohnt. Der Freizeitgestaltung sind da keinerlei Grenzen gesetzt, und man ist eben nicht irgendwo. Und Dresden ist eine halbe Stunde entfernt :-) Freiberg ist eine großartige Stadt, in der das Leben richtig Spaß macht weil da so ne richtig gute Atmosphäre irgendwie ist.
Es gibt weitere Schüleruniversitäten:
http://www.tu-freiberg.de/studium/sommeruni/schueleruni2006.html; eine Schülerakademie im Juli:
http://www.tu-freiberg.de/studium/schuelerakademien.html und die folgende ellenlange Liste istfür Lehrer sicher sehr interessant:
http://www.tu-freiberg.de/studium/pdf/Katalog20052006.pdf.
Am 8.4. ist Tag der offenen Tür:
http://www.tu-freiberg.de/studium/tag.htmlIch hab noch viel mehr Argumente für Freiberg, aber ich denke ich hab jetzt erstmal genug Werbung gemacht
