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Autor Thema: Dresden  (Gelesen 2024 mal)
Heike
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« Antworten #30 am: 09. März 2006, 21:58:01 »

ich liebe solche regiefehler Zwinkernd
aber dazu lohnt es sich ja fast, einen neuen thread aufzumachen.
übrigens kann ich mich der nummer mit dem schacht nur anschließen: ringsherum schuttberge, aber der schacht, der ist frei. sonst hätte ja die schwangere frau nicht überlebt ^^
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Gryphius
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« Antworten #31 am: 12. März 2006, 16:36:28 »

ich verstehe eure kommentare von wegen "das historische hat gefehlt" nicht. was bedeutet in diesem zusammenhang geschichte? sind die dinge, die die protagonisten erlebt haben, kein teil der geschichte? nur als randbemerkung: "dresden" war eindeutig als spielfilm deklariert und wollte damit auch gar keine (meiner meinug nach oft langweilige) dokumentation sein.
ich fand den film sehr bewegend. gut, ich habe nur den zweiten teil gesehen, aber ich denke doch, dass ich da urteilen kann. am großartigsten sicher die szenen des angriffs und des feuersturms in der stadt - mir hat dieser film in der hinsicht wirklich was gegeben. ich hab richtig nachempfinden können, wie man sich da fühlt....überall feuer, einstürzende gebäude, und es kommen immer noch bomben... und da dresden ziemlich groß ist, ist man auch nicht innerhalb einer halben stunde außerhalb dieses infernos. beklemmend :/

ob die geschichte mit dem abgestürzten britischen flieger realistisch is, weiß ich nicht, aber zum beispiel die tatsache, dass das mädel (anna?) in diesem ganzen chaos mehrfach leute trifft, die sie kennt, und z.b. ihren vater sterben sieht, ist doch sehr realistisch und auch ein repräsentatives beispiel.

und, mal ehrlich: um zu erfahren, wie viele bomben nun genau abgeworfen wurden, schlage ich mein geschichtsbuch auf. insgesamt finde ich als nachgeborener nicht so sehr die bloßen fakten, sondern viel mehr die beweggründe und ansichten der leute wichtig und interessant. wie konnte man sowas überhaupt überleben, wie ging es den fliegern dabei, eine stadt zu zerbomben und menschen zu töten...

interessant übrigens auch für mich: ich hab in dem film recht gut gesehen, dass es für die britischen flieger relativ einfach gewesen sein muss, denn meines erachtens nach haben sie nicht viel mitbekommen...sie hatten ihre markierungen, über denen sie die bomben abgeworfen haben, und das wars - sie haben also nicht das erschreckende ausmaß ihrer taten sehen können.
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jelly
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« Antworten #32 am: 12. März 2006, 18:33:14 »

du findest es realistisch, dass
a) sie in diesem chaos ihren vater sieht
b) dieser vor ihren augen stirbt

außerdem wurde es ja in dem film so dargestellt, dass man eben schnell raus is aus dem inferno...

sicher ist das keine doku, aber dennoch sollte man randfakten einhalten - selbst die hätten noch genug grundlage für eine ach so romantische beziehung bieten können.

in dem film gab es meiner meinung nach schon anzeichen dafür, wie krass es ist - die szene, als der eine koordinator (kein plan, wie das in der fachsprache heißt) grad die richtung korrigieren/ansagen will und der pilot nur meint, dass ers nicht braucht und dann ein brennender fleck gezeigt wird. gerade da sollte es einem klar werden. außerdem wussten die auch, wieviele verbände die hingeschickt haben - schon von daher kann man erahnen, wie es dieser stadt danach gehn wird.
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Heike
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« Antworten #33 am: 12. März 2006, 20:38:07 »

natürlich wars bewegend und so weiter, wenn man auf solche unrealistischen einzelschicksale steht. mit unrealistisch meine ich in dem fall, dass sich alle möglichen umstände in einer einzigen familie konzentrieren. find ich nicht gut, aber wers mag, der hat bei dem film sicherlich geheult.
Zitat von: Gryphius
wollte damit auch gar keine (meiner meinug nach oft langweilige) dokumentation sein
ich weiß, ist deine spezielle meinung und ich will die auch gar nicht anfechten, aber ich finde die wenigsten dokumentationen langweilig. und eine doku über den bombenangriff auf dresden mit originalaufnahmen kann ich mir in keiner form langweilig oder emotionslos vorstellen, tut mir leid.
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Gryphius
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« Antworten #34 am: 12. März 2006, 21:46:03 »

Zitat
in dem film gab es meiner meinung nach schon anzeichen dafür, wie krass es ist - die szene, als der eine koordinator (kein plan, wie das in der fachsprache heißt) grad die richtung korrigieren/ansagen will und der pilot nur meint, dass ers nicht braucht und dann ein brennender fleck gezeigt wird. gerade da sollte es einem klar werden. außerdem wussten die auch, wieviele verbände die hingeschickt haben - schon von daher kann man erahnen, wie es dieser stadt danach gehn wird.
sicher haben sie es geahnt, aber es besteht ja wohl ein riesenunterschied zwischen einer ahnung und dem anblick von sterbenden, brennenden, zerissenen etc. menschen. das, und nichts anderes, wollte ich damit sagen.

Zitat
b) dieser vor ihren augen stirbt
jep, das finde ich überaus realistisch. wenn ich mich in diese situation hineinversetze, sterben tatsächlich erschreckend viele menschen DIREKT vor meinen augen...es gab nicht umsonst einige tausend tote. und wenn ich mit meiner familie aus dem luftschutzkeller fliehe, ist es anzunehmen, dass einer oder mehrere meiner familienmitglieder DIREKT vor meinen augen stirbt.

Zitat
ich weiß, ist deine spezielle meinung und ich will die auch gar nicht anfechten, aber ich finde die wenigsten dokumentationen langweilig. und eine doku über den bombenangriff auf dresden mit originalaufnahmen kann ich mir in keiner form langweilig oder emotionslos vorstellen, tut mir leid.
ok, das stimmt. aber ich muss nochmal deutlich sagen, dass ich die umsetzung dieses themas mithilfe eines spielfilms NICHT schlecht finde. und es kotzt mich ehrlich gesagt an, dass hier alle auf niveauvoll machen, eine liebesgeschichte prinzipiell schlecht finden, über "niveauloses" fernsehen herziehen, und dabei selbst als gymnasiasten nur mit müh und not die deutsche rechtschreibung beherrschen... (nein, nicht du, heike Smiley)
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jelly
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« Antworten #35 am: 12. März 2006, 22:47:30 »

Zitat von: Gryphius
sicher haben sie es geahnt, aber es besteht ja wohl ein riesenunterschied zwischen einer ahnung und dem anblick von sterbenden, brennenden, zerissenen etc. menschen. das, und nichts anderes, wollte ich damit sagen.
okay, dann hab ich das falsch verstanden.

Zitat von: Gryphius
Zitat
b) dieser vor ihren augen stirbt
jep, das finde ich überaus realistisch. wenn ich mich in diese situation hineinversetze, sterben tatsächlich erschreckend viele menschen DIREKT vor meinen augen...es gab nicht umsonst einige tausend tote. und wenn ich mit meiner familie aus dem luftschutzkeller fliehe, ist es anzunehmen, dass einer oder mehrere meiner familienmitglieder DIREKT vor meinen augen stirbt.
ich finds deswegen nicht realistisch, wiel tochter und vater nicht in einem schutzbunker waren und sich praktisch "Mal eben" auf der straße trafen... sehr sehr strange. wieso is er denn nicht einige minuten vorher oder später gestorben? aber im grunde is es ein film und der bleibt es auch, da wirds immer sowas geben...

mit der rechtschreibung kann ich ja auch nicht gemeint sein Lächelnd
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Heike
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« Antworten #36 am: 14. März 2006, 10:47:04 »

Zitat von: Grüfi
aber ich muss nochmal deutlich sagen, dass ich die umsetzung dieses themas mithilfe eines spielfilms NICHT schlecht finde.
Moooment: ich finde nicht prinzipiell die umsetzung mithilfe eines spielfilms schlecht, ich finde einfach nur diese SPEZIELLE umsetzung schlecht.
Zitat von: Grüfi
und es kotzt mich ehrlich gesagt an, dass hier alle auf niveauvoll machen, eine liebesgeschichte prinzipiell schlecht finden
ganz so krass musst du das nicht sehen, und kaum einer findet liebesgeschichten prinzipiell schlecht. nur diese SPEZIELLE war zu unrealistisch, um nicht wenigstens an einer oder zwei stellen über sie  zu lachen/schmunzeln.
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