ronizzel
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« am: 09. März 2006, 19:27:07 » |
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Immer noch diskutieren gerade in unserem Rathaus die Abgeordneten des Stadtrates darüber, ob die Wohnungen der WOBA verkauft werden sollen oder nicht. Das wäre erstmalig in der BRD.
Der Vorteil: Es wären sofort alle Schulden der Stadt beglichen, ein Überschuss würde zurückgelegt werden.
Das klingt verdammt gut und aussichtsreich.
Nun gibt es massenhaft Diskussionen ob das sinnvoll ist oder nicht. Ich weiß nicht, ob ich die Augen tatsächlich so zu habe, aber ich finde keine richtigen Contra-Argumente.
Die Frage ob es wirklich nachhaltig ist, muss natürlich geklärt werden, denn wenn wir in 5 Jahren wieder Schulden haben, hätte man keine Wohungen mehr zu verkaufen. Ein guter Schritt in diese Richtung ist allerdings, dass eben dieser Überschuss, um die 200 Mio. € zurückgelegt werden soll und nicht gleich wieder ausgegeben wird. Und: Zinsen und die Kosten die die WOBA ja durch ihren "Betrieb" verursacht, fallen weg.
Ich höre bis jetzt immer nur Argumente nach dem typischen Strickmuster Anti-Amerika, Anti-Kapitalismus. Bei zweitem steige ich ja tatsächlich ein, wenn ich nicht wüsste, dass es ja Bedingungen an den Käufer gibt: So sollen keinerlei Änderungen in den Verträgen etc. in den nächsten 10 Jahren durchgeführt werden, sprich für die Mieter ergeben sich keine Nachteile. Und warum sollte der Käufer Nachteile entstehen lassen? Ich als Mieter würde einfach wegziehen, 4/5 der Dresdner Wohnungen sind bei anderen Genossenschaften,..
Und wenn man sagt, der Käufer würde den Mietern Geld aus der Nase ziehen: Hat das denn die WOBA nicht auch machen (müssen)?
Klärt mich bitte auf, wenn euch meine Meinung zu naiv vorkommt...
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jelly
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« Antworten #1 am: 09. März 2006, 20:29:06 » |
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du würdest weg ziehen, weil du das kannst (aufgrund von alter, genügend geld, mobilität etc pp) - das kann nicht jeder, soviel nur dazu!
desweiteren frage ich mich, wer 1,7 MILLIARDEN euro dafür ausgibt, wenn doch die woba nie wirklich ein geldbringer war! irgendwas muss dieses unternehmen doch dazu bringen, soviel geld locker zu machen, wenns ein verlust geschäft ist (zu mindest scheinbar).
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Heike
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« Antworten #2 am: 09. März 2006, 21:17:58 » |
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auch wenn die Antiamerika-Argumente standard sind, kommen sie mir doch auch gelegen, um meine bedenken zu äußern. immerhin ist es mit skepsis zu betrachten, wenn amerikaner deutsche wohnungen kaufen, denn sie kaufen ja damit einen teil der stadt. ich für meinen teil würde es lieber sehen, wenn die wohnungen in dresdener bzw. wenigstens deutscher hand blieben, aber wenn die schulden damit getilgt werden können - auch gut. bloß wird die stadt sich nicht von heute auf morgen ändern. es werden neue schulden entstehne und der inhalt der "sparschweine" wird vermutlich aus großen händen das fenster durchqueren.... wir werden sehen.
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Lange bevor ich erwachsen wurde, lehrte mich ein Teddy, was Liebe wirklich heißt: nämlich da zu sein, wenn man gebraucht wird. (Jim Nelson)
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ronizzel
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« Antworten #3 am: 09. März 2006, 21:35:27 » |
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Der Stadtrat hat zugestimmt: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1100311Nun ja, das eigentliche Problem ist ja immer, dass die soziale Marktwirtschaft so nicht betehen kann in einer globalisierten Welt, das passt nicht zusammen und das führt zu Profitsteigerungen etc. durch Personalabbau usw. weil ganz einfach der Regulierer Staat ausgespielt werden kann. Allerdings ist der Kauf an Bedingungen geknüpft die dem - erstmal - Einhalt gebieten (siehe der SZonline-Artikel). Es ist aber letztlich doch nur kurzsichtig wenn man die Apokalypse etwas später als in zehn Jahren ansetzt... :rolleyes:
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STS
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« Antworten #4 am: 10. März 2006, 16:54:37 » |
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Mal sehen, wie lange es dauert, bis Dresden wieder neue Schulden hat und ob wirklich die Schulen was von dem Fortress Geld zu sehen bekommen! -> Appell an die SL: Holt euch das Geld!!!
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MyBrain
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« Antworten #5 am: 10. März 2006, 18:37:06 » |
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desweiteren frage ich mich, wer 1,7 MILLIARDEN euro dafür ausgibt, wenn doch die woba nie wirklich ein geldbringer war! irgendwas muss dieses unternehmen doch dazu bringen, soviel geld locker zu machen, wenns ein verlust geschäft ist (zu mindest scheinbar). vielleicht investieren die ja soviel und verbessern die woba so sehr das am ende noch was rauskommt... die werden sich schon was dabei denken... die kaufen ja sicherlich nicht einfach so mal 1,7 milliarden euro teuren müll 
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Worm
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Worm - besser kann ich's auch nicht!
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« Antworten #6 am: 10. März 2006, 19:32:16 » |
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oder die machen dort die fetteste lan der welt 
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jelly
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« Antworten #7 am: 10. März 2006, 21:34:16 » |
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wer hat dich hier rein gelassen? spielparadies ist eine website weiter!
@den rest: mich würden echt die hintergedanken der käufer interessieren...
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KleinAlex
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« Antworten #8 am: 11. März 2006, 00:25:46 » |
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ganz einfach: profit.
selbst wenn es einen sozialplan gibt, der, was weiß ich, eine gleichbleiben der mieten für die nächsten fünf oder zehn jahre besagt, langfristig gesehen ist es eine perfekte investition!
die mieten werden auf jeden fall steigen!
gegen privatisierung!
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 ich liebe die liebe, die liebe liebt mich. und die, die ich liebe, die liebt auch mich! 
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Heike
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« Antworten #9 am: 11. März 2006, 09:36:47 » |
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die mieten werden auf jeden fall steigen! da stimme ich zu. man muss immer davon ausgehen, was man selbst machen würde. man wöllte doch als privater auch größtmöglichen gewinn machen (abgesehen davon, dass ich nie soviel geld auf einmal ausgeben würde ^^).
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Master of Disaster
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Vielleicht öffne ich die Büchse ja mal...
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« Antworten #10 am: 13. März 2006, 15:46:10 » |
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Die Woba macht - hab ich gehört - irgendwas um 40 000 - 70 000 € im Jahr an Gewinnen. Wie könnte sie sonst so viele Veranstaltungen sponsern? Auf die Jahre hochgerechnet, mit weniger Sponsoring und ein paar Mieterhöhungen plus Vermietung bei den leerstehenden Wohnungen (die muss die Woba dann nicht mehr bezahlen), kann der Geschäftsmann sicherlich Gewinn machen...
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Rühme dich nicht des morgigen Tages; denn du weißt nicht, was der Tag bringt. (Sprüche 27, 1)
"Wissenschaft ohne Religion ist leer. Religion ohne Wissenschaft ist blind."
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STS
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« Antworten #11 am: 13. März 2006, 21:03:36 » |
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Die Woba macht - hab ich gehört - irgendwas um 40 000 - 70 000 € im Jahr an Gewinnen. Das ist etwas wenig! Es sind schon an die 10 Mio. € (laut F.A.Z.) Es ist aber nicht einfach so mit Mieterhöhungen getan, denn in den nächsten 10 Jahren darf die Miete nur minimal erhöht werden. Ich denke, die haben da einen anderen Plan, mich würde es sehr interessieren, welcher das ist.
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Heike
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« Antworten #12 am: 14. März 2006, 10:40:31 » |
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denn in den nächsten 10 Jahren darf die Miete nur minimal erhöht werden. die frage ist allerdings, was "minimal" bedeutet. für einige können schon 20-30€ problematisch werden.
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STS
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« Antworten #13 am: 14. März 2006, 19:37:47 » |
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Die haben dann wohl Pech. Ohne dass ich damit jetzt jemanden angreifen will.
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Anna
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kugelschreiberkünstlerin durch schockinszenierung
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« Antworten #14 am: 14. März 2006, 21:10:39 » |
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Weist du wieviel dann allein in 4 Stadtteilen hier in Dresden auf der Straße sitzen würden ? Das gibt eine rießige Katastrophe. Und du, weil du deinen Arsch, jeden Tag in eine warme Wohnung halten kannst, meinst, die haben dann wohl Pech. Der 2. Satz ist überflüssig, du hast damit wahrscheinlich ein bisschen weniger als 1/3 der Woba-Mieter angegriffen - so ganz grob mal.
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Gewalt ist die niederste Form zur Unterdrückung der Opposition.
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