davor hat aber eigentlöich der ganze stamm die kinder erzogen und ein großteil auch die religion.
Das erinnert mich sehr an etwas, was ich vor kurzem gelesen habe: "Seit die Menschen nicht mehr an Gott glauben, glauben sie einfach alles." oder so in der Richtung. Wobei ich mich auch frage, warum es eigentlich nicht mehr so ist. Wieso ist Religion in der heutigen 'aufgeklärten' Zeit eigentlich so verpönt, immerhin kann sie einem Perspektiven bieten, und man hat eine Gemeinde, die sich um einen kümmert und sie lehrt einen Demut, vorausgesetzt, man geht auch etwas kritisch mit ihr um und verfällt nicht gerade in Fanatismus. Heutzutage muss da eben die "Supernanny" her, die einem auch nur erzählt, dass der Grund für Aggressionen Alkohol etc. nur der ist, dass die Jugendlichen/Kinder sich entweder nicht geliebt fühlen oder keine Grenzen gezeigt bekommen.
Was Drogen betrifft: Ich werde nie vergessen, wie der Freund einer Bekannten von mir, mich voll betrunken zugequatscht hat und meinte, sowohl die Anti-Drogen-Kampagne als auch die Pro-Drogen-Kampagne wären absoluter Unsinn und man müsse es schon selbst erfahren. Was er mir damit sagen wollte, fasste ich so zusammen: "Ich will dich ja nicht zu Drogen, drängen, aber man sollte es probiert haben."
Am nächsten Morgen konnte er sich nicht mal mehr erinnern, wie er nach Hause gekommen war, geschweige denn, dass er mir diese Predigt gehalten hatte. War schon lustig.

Zum Thema Medien: Nicht alles in den Medien ist schlecht, man muss Kinder nur das richtige sehen lassen, wenn man sie an den Fernseher lässt. CNN hat zum Beispiel letztens gebracht, dass glaube ich in Irland zwei neue Puppen für die Sesamstraße eingeführt wurden, die gewisse Randgruppen präsentieren, dabei aber als positives Vorbild dienen sollen. Die Einzelheiten habe ich nicht ganz mitbekommen, nur dass man das in der Nahost-Variante der Sesamstrasse genauso gemacht hat, da gibt es jetzt eine arabische Puppe und eine jüdische Immigranten Puppe, um schon von vornherein den Vorurteilen, die Kinder aus ihrer Umgebung wahrnehmen, entgegen zu steuern.
(Und was macht man in Amerika? Die verbieten die Sesamstraße oder zeigen sie zu unmöglichen Tages-, äh Nachtzeiten, weil sie Ernie und Bert für ein homosexuelles Pärchen halten. Tja...)
Das Problem mit dem Medien ist nur heutzutage, dass vielleicht 99% davon Schrott sind. Und es sind nicht nur Kinder, die kritiklos mit den Medien umgehen. Mein Vater sagte letztens, dass die Juden alle Verbrecher sind (nicht einmal waren, SIND!) und fußte das auf seinem umfangreichen Wissen um die deutsche Geschichte, wegen der zu hohen Zinsen und so. Was die lieben NTV-Reportagen und was weiß ich wer noch bei Dokus über den zweiten Weltkrieg aber irgendwie immer unter den Tisch fallen lassen: Zur Zeit, als die Städtegründung begann und kaum jemand noch auf dem Land arbeiten wollte, bekamen die Leute plötzlich Angst, die Juden würden ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen, was dann über einige Umwege dazu führte, dass die Juden keinen Gewerkschaften beitreten durften, und daher keine finanzielle Absicherung hatten. Der Einzige Weg, war also sparen und die hohen Zinsen mit denen sie das finanzierten, waren staatlich legitimiert.
Das traurige daran nur ist, dass diesen Fakt kaum jemand kennt, der nicht danach sucht, oder sich intensiver damit beschäftigt.
Genau wie einige Leute, die ich kenne, meinten, dass in allen arabischen Ländern nur Terroristen leben würden, weil Anschläge und Kriege auch das Einzige sind, das einem in den Medien präsentiert wird.