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http://hitlerizer.sarento.de/index.phpHitler liest Faust:Äch bän da Gaist, da stets vernaint!
Ond das mät Recht; denn alles, was entsteht,
äst wert, dass es zogrrronde geht;
Drrrom bessa wär's, dass nächts entstönde!
So äst denn alles, was ähr Sönde,
Zerstörrrong, korz, das Böse nennt,
Main aigentläches Element!
Und hier nochmal ne längere Szene... ich hab mich weggehauen
MEPHÄSTOPHELES:
Wozo da Lärm? was steht dem Herrn zo Diensten?
FAOST:
Das also war des Podels Kern!
Ain fahrrrenda Skolast? Da Kasos macht mäch lachen!
MEPHÄSTOPHELES:
Äch salotierrre den gelehrten Herrn!
Ähr habt mäch waidläch schwätzen machen!
FAOST:
We nennst do däch?
MEPHÄSTOPHELES:
De Frrage schaint mär klain För ainen, da das Wort so sehr verrachtet,
Der, wait entfernt von allem Schain,
Nor än da Wesen Tiefe trrachtet!
FAOST:
Bai oich, ähr Herrn, kann man das Wesen
Gewöhnläch aus dem Namen lesen,
Wo es säch allzo doitläch waist,
Wenn man oich Fliegengott, Verderber, Lögna haißt!
Non got, wa bäst do denn?
MEPHÄSTOPHELES:
Ain Tail von jena Krraft, De stets das Böse wäll ond stets das Gote schafft!
FAOST:
Was äst mät diesem Rätselwort gemaint?
MEPHÄSTOPHELES:
Äch bän da Gaist, da stets vernaint!
Ond das mät Recht; denn alles, was entsteht,
Äst wert, daß es zogrrronde geht;
Drrrom bessa wär's, daß nächts entstönde!
So äst denn alles, was ähr Sönde,
Zerstörrrong, korz, das Böse nennt,
Main aigentläches Element!
FAOST:
Do nennst däch ainen Tail, ond stehst doch ganz vor mär?
MEPHÄSTOPHELES:
Beschaidne Wahrhait sprrrech äch där!
Wenn säch da Mensch, de klaine Narrrrenwelt
Gewöhnläch för ain Ganzes hält-
Äch bän ain Tail des Tails, da anfangs alles war
Ain Tail da Fänsternäs, de säch das Lächt gebar
Das stolze Lächt, das non da Motta Nacht
Den alten Rang, den Raum ähr strraitäg macht,
Ond doch gelängt's ähm nächt, da es, so viel es strrrebt,
Verhaftet an den Körpern klebt!
Von Körpern strrömt's, de Körpa macht es schön,
Ain Körpa hemmt's auf sainem Gange;
So, hoff äch, dauert es nächt lange,
Ond mät den Körpern wärd's zogrrronde gehn!
FAOST:
Non kenn äch daine wörd'gen Pflächten!
Do kannst äm Grrroßen nächts vernächten
Ond fängst es non äm Klainen an!
MEPHÄSTOPHELES:
Ond frrailäch äst nächt viel damät getan!
Was säch dem Nächts entgegenstellt,
Das Etwas, diese plompe Welt
So viel als äch schon onternommen
Äch woßte nächt ähr baizokommen
Mät Wellen, Störmen, Schötteln, Brrand-
Gerrrohäg blaibt am Ende Mea ond Land!
Ond dem verdammten Zoig, da Tier- ond Menschenbrrrot,
Dem äst non gar nächts anzohaben:
We viele hab äch schon begrraben!
Ond ämma zärkoliert ain noies, frrräsches Blot!
So geht es fort, man möchte rrasend werden!
Da Loft, dem Wassa we da Erden
Entwänden tausend Kaime säch,
Äm Trrrocknen, Foichten, Warmen, Kalten!
Hätt äch mär nächt de Flamme vorbehalten,
Äch hätte nächts Aparts för mäch!
FAOST:
So setzest do da ewäg rrregen,
Da hailsam schaffenden Gewalt
De kalte Toifelsfaust entgegen,
De säch vergebens töckäsch ballt!
Was anders soche zo begännen
Des Chaus wonderlächa Sohn!
MEPHÄSTOPHELES:
Wär wollen wärkläch ons besännen,
De nächsten Male mehr davon!
Dörft äch wohl diesmal mäch entfernen?
FAOST:
Äch sehe nächt, warrrom do frragst!
Äch habe jetzt däch kennen lernen
Besoche non mäch, we do magst!
Hia äst das Fenster, hia de Törrre,
Ain Rauchfang äst där auch gewäß!
MEPHÄSTOPHELES:
Gesteh äch's nor! daß äch hänausspazierrre,
Verbietet mär ain klaines Händernäs,
Da Drrrodenfoß auf Eorra Schwelle-
FAOST:
Das Pentagrramma macht där Pain?
Ai sage mär, do Sohn da Hölle,
Wenn das däch bannt, we kamst do denn herrain?
We ward ain solcha Gaist betrrrogen?
MEPHÄSTOPHELES:
Beschaut es rrrecht! es äst nächt got gezogen:
Da aine Wänkel, da nach außen zo,
Äst, we do siehst, ain wenäg offen!
FAOST:
Das hat da Zofall got getrrroffen!
Ond main Gefangna wärst denn do?
Das äst von ongefähr gelongen!
MEPHÄSTOPHELES:
Da Podel merkte nächts, als a herraingesprrrongen,
De Sache sieht jetzt anders aus:
Da Toifel kann nächt aus dem Haus!
FAOST:
Doch warrrom gehst do nächt dorchs Fenster?
MEPHÄSTOPHELES:
's äst ain Gesetz da Toifel ond Gespenster:
Wo se herraingeschlöpft, da mössen se hänaus!
Das erste steht ons frrai, baim zwaiten sänd wär Knechte!
FAOST:
De Hölle selbst hat ährrre Rechte?
Das fänd äch got, da ließe säch ain Pakt,
Ond sächa wohl, mät oich, ähr Herrrren, schließen?
MEPHÄSTOPHELES:
Was man versprrrächt, das sollst do rrain genießen,
Där wärd davon nächts abgezwackt!
Doch das äst nächt so korz zo fassen,
Ond wär besprrrechen das zonächst
Doch jetzo bätt äch, hoch ond höchst,
För dieses Mal mäch zo entlassen!
FAOST:
So blaibe doch noch ainen Aogenbläck,
Om mär erst gote Mär zo sagen!
MEPHÄSTOPHELES:
Jetzt laß mäch los! äch komme bald zorröck;
Dann magst do nach Belieben frragen!
FAOST:
Äch habe där nächt nachgestellt,
Bäst do doch selbst äns Garn gegangen!
Den Toifel halte, wa ähn hält!
Er wärd ähn nächt so bald zom zwaiten Male fangen!
MEPHÄSTOPHELES:
Wenn där's beliebt, so bän äch auch berrait,
Där zor Gesellschaft hia zo blaiben;
Doch mät Bedängnäs, där de Zait
Dorch maine Könste wördäg zo vertrraiben!
FAOST:
Äch seh es gern, das steht där frrai;
Nor daß de Konst gefälläg sai!
MEPHÄSTOPHELES:
Do wärst, main Frrroind, för daine Sännen
Än diesa Stonde mehr gewännen
Als än des Jahrrres Ainerlai!
Was där de zarten Gaista sängen,
De schönen Bälder, de se brrrängen,
Sänd nächt ain leerrres Zauberspiel!
Aoch dain Gerrroch wärd säch ergetzen,
Dann wärst do dainen Gaumen letzen,
Ond dann entzöckt säch dain Geföhl!
Berraitong brraucht es nächt vorran,
Baisammen sänd wär, fanget an!
Originalquelle:
http://gutenberg.spiegel.de/goethe/faust1/faust008.htm#RTFToC8 (irgendwo in der mitte)