Ich finde, was der Philologenverband da schreibt, ist etwas wirr (zumal es mir nicht passt, dass die sich so darstellen, als hätten sie es schon lange gefordert und nun haben die politiker endlich mal gehört^^):
Eine umfassende Allgemeinbildung soll meiner Meinung und Erfahrung nach die Sek. I schaffen - daher ist es ja auch möglich, nach 10 Jahren die Schule mit einem guten Abschluss zu verlassen. Eigentlich sollte dies ja sogar Regelfall sein und das Abitur eher Ausnahme bzw. "Ansatz zur Elitebildung" sein, dass es in der Realität (zB durch absenken der Zulassungsnote beim Wechsel Grundschule aufs Gym. auf 2,5) anders aussieht, steht außer Frage. Durch eine in diesem Sinne angestrebte Reform der Sek II wieder hin zu Klassenverbänden würde meiner Meinung nach die Vorbereitung auf das Studium erheblich schwächen. Denn so kann der Schüler schön wählen, in welche Richtung er später gehen will und ein paar wenige Dinge abwählen - sonderlich viel ist es ja echt nicht. Ich finde es btw. auch wichtig, dass man solche "Begabtenfächer" wie Musik bzw. Kunst abwählen kann - mich hätte niemand im Chor-Kurs hören wollen

Andererseits habe ich zB Mathe als LK gemacht, was mir aber - rational und nur auf meine wahrscheinliche Studienrichtung (Sozialpäd.) - rein gar nichts bringen wird. Man muss sich halt Anfang der 10 entscheiden, was vlt auch nicht gerade vorteilhaft ist.
Gut an dem Vorschlag finde ich, dass Fremdsprachen, Mathe und Deutsch vertieft werden sollen. Durch die Leistungsanspruchsanhebung (von der ich jetzt mal ausgehe) wird das Abitur "endlich" wieder zu was besonderem. Ich finde es echt mies, dass man mit ein wenig Auswendiglernen und im richtigen Moment nett lächeln bzw. "krank" sein durch sein Abitur kommt - nicht, dass ich es so gemacht hätte, aber mir sind Fälle bekannt... Und ehrlich gesagt, auch wenn das einige wieder für sonst wie großkotzig halten: Sonderlich viel Mühe hatte ich bei meinem Abitur nicht. Hätte ich ein wenig mehr gemacht, dann wäre da auch eine um einiges bessere Note drin gewesen (ja ja, 3 Jahre zu spät die Einsicht

). Stell ich mir vor, dass Sachsen eines der schwersten Abiture haben soll, dann wird mir komisch zu mute^^
Was ich allerdings von 5 Abiturprüfungen (wie soll die "Ausnahmeregelung" mit 4 aussehen? Soll das die BELL sein?) halten soll, wieß ich nicht so recht. Vlt. wäre hier bei einem weiterführenden Klassensystem eine Abschlussklausur, die doppelt oder dreifach gewertet wird, am Ende in jedem Fach ratsamer!?
Ach und das Argument mit der Transparenz gegenüber Eltern, Schülern und Gesellschaft ist ja lächerlich - steht man einmal drin, ist das System des Abiturs ganz einfach: Du kannst nur C machen, wenn du B gemacht hast, allerdings nicht A gewählt hast ;-)

Dem PVS geht es im Interesse unserer Kinder um ein leistungsfähiges, zukunftsorientiertes Gymnasium in einem gegliederten Schulsystem und um sichere berufliche Perspektiven für die Gymnasiallehrer.
Wir wollen keine „Schule für alle“!
Aha, daher weht der Wind - Arbeitsplatzsicherung!? ;-)
Ist Bildung nicht immer noch ein Grundrecht in Deutschland? Komisch, dass der Philologenverband da sowas raushauen darf - aber naja^^