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Autor Thema: Rückkehr zu "guten" alten Zeiten oder einfach nur Diskriminierung?  (Gelesen 1005 mal)
Master of Disaster
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« am: 14. Juni 2006, 13:30:06 »

Folgende Meldung habe ich in den Nachrichten gesehen und konnte es nicht glauben:
Zitat
14. Juni 2006

CSU fordert Arbeitsdienst für Arbeitslose


Im Streit um die mutmaßliche Ausnutzung der Hartz-IV-Gesetze hat erstmals ein Bundestagsabgeordneter die Einrichtung eines Gemeinschaftsdienstes für Langzeitarbeitslose gefordert. "Alle arbeitsfähigen Langzeitarbeitslosen müssen sich dann jeden Morgen bei einer Behörde zum 'Gemeinschaftsdienst' melden und werden dort zu regelmäßiger, gemeinnütziger Arbeit eingeteilt", sagte der Obmann der Unions-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Stefan Müller (CSU), der "Bild"-Zeitung.
   

Die Betroffenen müssten dann montags bis freitags acht Stunden pro Tag arbeiten. "Wer sich verweigert und nicht erscheint, muss mit empfindlichen finanziellen Einbußen rechnen", sagte Müller. Er begründete seinen Vorstoß damit, dass die Langzeitarbeitslosen so nicht länger das Gefühl hätten, überflüssig zu sein.
Als Beispiel für diese Arbeit wurden Hausaufgabenstunden vorgeschlagen.

Ich dachte immer, der Reichsarbeitsdienst wurde, da er unmenschlich ist abgeschafft, und nicht, um heute wieder unter anderem Namen wieder aufzutauchen.

Als kleine Info: Arbeitslose sollen sich, so oft sie können, um eine Arbeitsstelle bewerben, sonst gibt es Abzüge oder sogar eine komplette Streichung des Geldes. Wie soll das bei den Einsätzen noch möglich sein?
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jelly
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« Antworten #1 am: 16. Juni 2006, 15:58:56 »

Ich denke, bei solchen Einsätzen würde sowas dann schon berücksichtigt werden. An und für sich find ich die Reglung so aber im Grundgedanke okay, denn es gibt genügend menschen, die einfach nicht arbeiten wollen. Wieso also keine gemeinnützige Arbeit verrichten lassen?

Man sollte aber auf jedenfall ne stafflung machen und versuchen, nicht pauschal zu agieren. Viel mehr sollte man die "drückeberger" rauskriegen.
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KleinAlex
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« Antworten #2 am: 18. Juni 2006, 02:45:49 »

pf! bei über fünf millionen arbeitslosen grenzt es an lächerlichkeit davon zu sprechen, dass es "genügend menschen [gibt], die einfach nicht arbeiten wollen". vielleicht stimmte das damals mit cdu und junge union nicht , aber in diese richtung geht dein gerede.
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jelly
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« Antworten #3 am: 18. Juni 2006, 20:56:00 »

dass sich der herr oberkommunist da ans bein gepinkelt fühlt, war ja klar - ich bin nach wie vor der meinung, dass es genügend (im übrigen eine relative aussage, aber okay...) menschen gibt, die nicht arbeiten wollen. und zwar solange nicht, wie die bezüge, die sie bekommen, wenn sie nicht arbeiten, höher sind als das geld, was sie kriegen, wenn sie arbeiten würden...
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KleinAlex
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« Antworten #4 am: 18. Juni 2006, 22:02:03 »

och jelly, ich mag dich auch!

wie wärs, wenn einfach mehr bezahlt werden würde, wenn man nen job hat? ach nee! ich vergaß! dann machen die unternehmen und konzerne ja keinen gewinn mehr!
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flix
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« Antworten #5 am: 19. Juni 2006, 09:25:34 »

Für einen Euro würde ich auch nicht arbeiten!!! Gebe ich ehrlich zu. Wenn man sowas einrichtet, dann zu fairen Stundenlöhnen von min. 5 Euro.
Dazu eine Abschaffung der 400 Euro jobs. Und ein Steuersystem, das nicht mehr Niedriglohn fördert.
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jelly
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« Antworten #6 am: 19. Juni 2006, 12:04:12 »

Zitat von: KleinAlex
wie wärs, wenn einfach mehr bezahlt werden würde, wenn man nen job hat? ach nee! ich vergaß! dann machen die unternehmen und konzerne ja keinen gewinn mehr!
ich ziehe hier ganz ehrlich die goldene mitte vor! mindestlöhne sollten her, ja - aber nicht so, dass dafür stellen abgebaut werden.
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Master of Disaster
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« Antworten #7 am: 19. Juni 2006, 12:28:50 »

Zitat von: jelly
mindestlöhne sollten her, ja - aber nicht so, dass dafür stellen abgebaut werden.
Versuch das mal in der Konzernen durchzusetzen!
Selbst, wenn es keine großen Verluste bringen würde, würden die einen Mindestlohn oder eine kurze Arbeitszeit als Kündigungsgrund anbringen und damit weitermachen. Das ist halt das Ergebnis, wenn die Kinder in Asien für weniger als 1 Euro am Tag arbeiten... Zuerst müssten dort an und für sich Mindestlöhne eingeführt werden, um das Lohndumping hier zu verhindern.

Das, was mich bei dem Vorschlag vom Herrn Müller außerdem so aufregt, ist aber, dass durch diese "gemeinnützige Arbeit" auchh wieder Arbeitsplätze vernichtet werden. Ich glaube kaum, dass die Leute für die Essensausgabe hier für lau arbeiten.
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