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Autor Thema: Privatsphäre oder Sicherheit?  (Gelesen 5706 mal)
Heike
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« Antworten #15 am: 27. August 2006, 11:35:02 »

Zitat von: ronizzel
Und was bitte nützt uns Reisefreiheit wenn wir nicht sicher sein können, dass wir durch Anschläge nicht am Ziel sondern an einem ganzen anderen Ort anzukommen (entweder nirgend oder überall)?
Genau meine Meinung - Sicherheit ja, von mir aus auch durch Kameras, Polizei oder sonst wen, aber nicht fundierte lästige Sicherheitsüberprüfungen (die nebenbei auch noch viel zu teuer wären) nein.
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ronizzel
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« Antworten #16 am: 27. August 2006, 12:14:45 »

Na man klärt die Fälle aber weder durch eine Kamera noch durch einen Sicherheitscheck auf, da kann man höchstens das schlimmste verhindern, aber eigtl ist es dann zu spät und weiterhin ist die Polizei generell immer den Kriminellen einen Schritt hinterher (sonst gäbe es ja keine Kriminalität und auch keine Krimis).

Terroranschläge werden im Untergrund geplant. Folglich können sie auch nur durch Geheimdienste aufgeklärt werden, weil wenn da was öffentlich gemacht wird wird halt anders geplant. Um effektiv arbeiten zu können benötigt ein Geheimdienst selbstverständlich auch einen gewissen Spielraum um noch weiter unten im Untergrund die Planungen zu überholen und schließlich dem Anschlag voraus zu sein.
Wenn man einen Tunnel gräbt muss man aber aufpassen, dass er nicht zu groß wird, sonst stürzt ggf. der Obergrund ein.

Wenn man Dinge ala USA "Verdächtige können jederzeit soundsolange verhaftet werden" verwirklicht, verwirft man das Konzept des Rechtsstaates. Selbstverständlich dürfen wir uns das nicht zum Vorbild machen. Aber wir werden für mehr Sicherheit ein bisschen Freiheit opfern müssen, und wenn nicht, dann halt nicht! Das sollte man immer im Hinterkopf behalten. Und nur ein bisschen Vertrauen reicht schon um sich sicher zu glauben, dass wenn man in keine Machenschaften verwickelt ist, auch nicht beobachtet wird.
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MCG-Stalker
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« Antworten #17 am: 28. August 2006, 12:53:23 »

sehe ich genauso, man hat die wahl, auf mehr freiheit, zulasten der sicherheit bzw. nachfolgenden aufklaerung eines falls, die andere faelle verhindern koennte oder mehr sicherheit, die uns ein wenig die freiheit auf oeffentlichen plaetzen nimmt, nur weil 2 kameras da installiert sind ...

verhindern kann man anschlaege schwierig, aber vorbeugen, indem man einen ausgefuehrten anschlag aufklaert und hintermaenner festnimmt schon.
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flix
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« Antworten #18 am: 28. August 2006, 20:20:02 »

Die Frage ist doch wie viel Geld man in sowas investiert. London hat eine sehr, sehr gute Kameraüberwachung, trotzdem waren die Anschläge vor einem Jahr nicht zu verhindern. Respekt natürlich für die letzte Vereitelung.
Wo ist das Problem an dem Denkmodell?? Man bekämpft die Auswirkungen, anstelle die Ursache zu bekämpfen. Is doch ganz klar die Frage wieso sprengen sich dort Leute in die Luft oder warum sprengen sie andere in die Luft. Das passiert sicherlich nicht, weil sie in die yellow press wollen. Diese Leute wehren sich einfach gegen eine Ausnutzung durch die westlichen Staaten. Die wollen auch ein Stück vom Kuchen ab haben und nicht Fussbälle für Hungerlöhne nähen.
Die Länder werden weder von uns respektiert, noch ihre Ansprüche anerkannt.
Man  könnte das viele Geld also auch für sinnvolle humanitäre Projekte verwenden, bei denen die eigenen Interessen zurück gestellt werden. Oder noch billiger, man zeigt einfach mal ein bissl Respekt.
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herr ott
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« Antworten #19 am: 28. August 2006, 20:33:04 »

das ist sehr schön gedacht, aber so funktioniert marktwirtschaft einfach nicht! wo geld im spiel ist funktioniert das spiel ein bisschen anders!
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Heike
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« Antworten #20 am: 29. August 2006, 07:49:33 »

Zitat von: flix
Diese Leute wehren sich einfach
also ist es schon nachvollziehbar, dass sich menschen auf stark belebten plätzen in die luft sprengen, hm?! die armen selbstmordattentäter wehren sich eben einfach, oder was?
Also bei mir kommt da kein verständnis oder mitleid auf, beim besten willen nicht.
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flix
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« Antworten #21 am: 29. August 2006, 20:23:54 »

Liebe Heike, das Wort "wehren" enthält keinerlei Wertung meinerseits. Natürlich sind diese Verbrechen (wertung...) hart zu bestrafen und die Leute gehören ins Gefängnis. Gewalt darf nicht toleriert werden, weder die der Zionisten in Israel noch die der Islamisten oder sonst irgendeine gewalttätige Aktion.
Nur damit löst man das Problem ja nicht. Dabei kann man auf den Film "München" verweisen. Der diese Thematik in geniale Bilder umsetzt.
Zum Thema Marktwirtschaft kann ich nur sagen das ich mich da falsch ausgedrückt habe. Natürlich verfolgen wir auch mit der neutralsten humanitären Hilfe eigene Ziele (finanzielle wie auch Sicherheitstechnische) und jeder wahre Kapitalist wird einsehen, das er das meiste Geld verdient, wenn Frieden herrscht und seine Arbeiter zufrieden sind. (Abgesehen von der Rüstungs- und Überwachungsindustrie). Aber da wird sich in nächster Zeit noch viel bewegen.
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jelly
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« Antworten #22 am: 02. September 2006, 05:07:13 »

Darf ich mal, ohne wirklich alle beitraege gelesen zu haben (man entschuldige mir das), anmerken, dass es in Dt. im vergleich zu australien, keinerlei kameras gibt! hier sit es so, dass du an jeder ecke eine findest, die aber aktiv nicht wahrnimmst, jeder laden ist hier mit einem kamerasystem ausgestattet und auf allen oeffentlichen plaetzen haengen genuegend, jeder laden hat einen eignen security und in jedem club ist ausweiskontrolle (hat wenig mitm thema zu tun, aber ich wollts nur mal in dem kontext hier reinbringen - von wegen sciherheit und so). polizisten hab ich heir weniger gesehen, als in dt und dennoch fuehl ich mich hier bei weitem sicherer! du kannst nachts durch kleine gassen in melbourne gehen, wo ich mich bei gleicher groesse (der gassen sowie der stadt) in dt. NIE reintrauen wuerde! ich hab hier nen ausschnitt von ner doku oder so gesehen, wo einer ueberfallen wurde - 30 sekunden spaeter waren 2 polizeiautos da!

im uebrigen geht es hier soweit, dass du wirklcih UEBERALL kameras hast! selbst beim arbeiten (ein wurst"wagen"- so wie der vorm ehemaligen netto nur etwas moderner) ist im durchschnitt mit 5 kameras ausgestattet! und ich muss sagen, ich hab mich - trotz des wissens - nicht komisch beim arbeiten gefuehlt! irgendwann vergisst du auch einfach, dass hier ueberall kameras sind! das ist praktisch normal und schraenkt mich in keinesterweise in meinem privatsphaere ein.

nur mal so als denkanstoss, dass es in dt. echt nicht schlimm ist!

liebe gruesse aus down under!
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Hans Oberlander
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« Antworten #23 am: 06. September 2006, 14:22:23 »

Was interessiert es mich, ob in einem Land, was weit weg von uns ist, Überwachungskameras Standard sind?

Es reicht jetzt schon die Kameras. Vllt hat mal Jemand George Orwell 1984 in der Schule gelesen.

Es reicht das der BND schon wie die Stasi ist. Da kann man sich die Kameras sparen.

Das ist wie immer nur die Infizierten einer ansteckenden Krankheit zu behandeln, anstatt die Ursache selbst zu finden.
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Gryphius
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« Antworten #24 am: 06. September 2006, 21:58:55 »

Zitat von: flix
Is doch ganz klar die Frage wieso sprengen sich dort Leute in die Luft oder warum sprengen sie andere in die Luft. Das passiert sicherlich nicht, weil sie in die yellow press wollen. Diese Leute wehren sich einfach gegen eine Ausnutzung durch die westlichen Staaten. Die wollen auch ein Stück vom Kuchen ab haben und nicht Fussbälle für Hungerlöhne nähen.
Die Länder werden weder von uns respektiert, noch ihre Ansprüche anerkannt.
Man  könnte das viele Geld also auch für sinnvolle humanitäre Projekte verwenden, bei denen die eigenen Interessen zurück gestellt werden. Oder noch billiger, man zeigt einfach mal ein bissl Respekt.
hmm...ich bin der meinung, dass - ganz allgemein gesehen - die motive der attentäter in europa eher extremistisch-religiöser art sind, als dass sie für anerkennung oder materiellen wohlstand ihrer länder kämpfen.
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flix
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« Antworten #25 am: 07. September 2006, 16:45:45 »

@jelly: So eine Aussage von dir?? Erstaunt mich wirklich und finde sie deswegen sehr interesant.
Und ehrlich gesagt stimme ich zu, Kameras stören mich nicht direkt. Und wenn die Polizei dann auch noch gut vernetzt ist, dann ist es sicher auch hilfreich (als erweiterung).

@gryphius: Was sind extremistisch-religöse Motive??
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Gryphius
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« Antworten #26 am: 07. September 2006, 21:53:55 »

:rolleyes:
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jelly
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« Antworten #27 am: 08. September 2006, 05:18:19 »

@Hans Oberlander:

Was interessiert mich deine Meinung, wenn sie soweit weg von meiner ist??? Erst denken, dann posten...

@flix:
Was war jetzt an meiner Aussage so verwunderlich? Ich hab's grad noch mal gelesen und festgestellt, dass es eigentlich nur ein Tatsachenbericht war. Hier unten ist einfach einiges anders und viel "krassere" Sachen "Standart", sodass man einfach damit leben muss - Diskussion zweckslos! ZB gibt es hier auch in ziemlich vielen Clubs Rauchverbot, in der Oeffentlichkeit Alkoholtrinkverbot etc pp - man stelle sich die Diskussion vor, wenn man sowas in Dt. durchsetzen woellte!
Zu dem Wurstwagen im uebrigen nochmal soviel: Die Kameras dienen ja nicht meiner Ueberwachung, sie dienen meiner Sicherheit bzw. der Abschreckung. Nicht selten ist es vorgekommen, dass hier Trickbetrueger die Mitarbeiter verwirren und dann behaupten, zB 50 Dollar gegeben zu haben - in Wirklichkeit waren es 20. Und da kann man das halt nochmal nachsehen ;-)
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Killerfrog007
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« Antworten #28 am: 08. September 2006, 14:55:06 »

@jelly
dein auslandsaufenthalt wird dich um eine ganze menge sachen bereichern. du wirst viele sachen aus mehreren perspektiven sehen können, einfach weil du einmal was komplett anderes erlebt hast... ich denke sowas kann man (fast) nur durch einen auslandaufenthalt "lernen" oder indem man tolerant ist und sich gern meinungen von anderen leuten anhört und nciht solche sinnlosen sachen sagt/schreibt wie:
"Was interessiert es mich, ob in einem Land, was weit weg von uns ist, Überwachungskameras Standard sind?"

aber solche leute wirst du leider oft finden und nach dem auslandsaufenthalt ist es irgendwie eigenartig wieder zurückzukommen weil dich niemand wirklich richtig versteht auch wenn sie es versuchen
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flix
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« Antworten #29 am: 08. September 2006, 17:46:37 »

@jelly: du bist mir halt noch als der punk in erinnerung der auf Demos aus der Masse gefischt wurde...Zwinkernd Und da verwunderte es mich, das du so positiv der Überwachung gegenüberstehst.

Mit Trink- & Rauchverboten könnte ich leben, auch wenn sicher was fehlt, wenn man vor der Scheune die Leute nur noch mit Wasser antrifft. Bei Einführung könnte man wahrscheinlich eine groß Razzia in der Neustadt veranstalten Lächelnd

@gryphius: komm trau dich und erkläre dein Statement, mich interesiert der Gedanke!
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