Wuschel-Obi
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« am: 26. Februar 2007, 11:44:54 » |
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So, nach ewiger Zeit endlich mal wieder ein Beitrag hier im Forum... und ich möchte gleich mit etwas tiefsinnigem anfangen.
Ich wurde letztens von einer Kommilitonin gefragt, ob ich mich als Deutsche fühle. (Den Hintergrund dazu müsst ihr nicht wissen) Und da stellte ich mir erst mal die Frage, was 'deutsch sein' denn bitteschön sein soll. Gibt es irgendwelche spezifische Eigenschaften, die man dem Deutschen Volke wirklich zuweisen kann?
Woher weiß ich, ob ich mich wirklich als Deutsche/r fühle? Mein Vater kritisierte mich zu Zeiten der Fussball-WM, weil es mir egal war, ob Deutschland gewinnt oder nicht. Meinte, das hätte was mit Nationalbewusstsein zu tun und dass das respektlos von mir sei.
Wie steht es mit euch? Für jene unter euch, die schon seit, sagen wir mal 'Generationen', hier in Deutschland leben: legt ihr wirklich so viel wert darauf, 'deutsch' zu sein? Und für jene, deren Familien einwanderten, fühlt ihr euch schon als 'Deutsche'?
Vielleicht findet ihr die Fragen ja lächerlich, aber mich interessiert das mal wirklich. Besonders, da ich eine Freundin habe, die Länder und Nationalitäten für überflüssig hält. Nicht, dass ich mich da zu sehr von ihr beeinflussen lassen würde. Aber stellt euch mal vor: Ihr habt vor auszuwandern, entweder, weil die Jobangebote dort lukrativer sind oder weil die Umgebung euch gefällt. Man stellt euch vor die Wahl der Staatsbürgerschaft. Würdet ihr weiterhin auf die deutsche bestehen?
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 You can think I'm wrong - but that's no reason to quit thinkingMeisterin der Umkristallisation
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easteregg
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heine_macht_den_drogen™
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« Antworten #1 am: 26. Februar 2007, 13:50:27 » |
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ich persönlich halte mal rein gar nix von nem überschwänglichen nationalbewusst sein! ich mein, ich will schon wissen wo ich herkomme, sozusagen der punkt das ich ein deutscher bin. aber das reicht mir vollkommen, deswegen denke ich nicht das ich was besseres bin als nen italiener oder nen pole. es ist meiner meinung nach vollkommen irrelevant, welche nationalität ich bin, das spielt für mich eigentlich keine rolle. und auch die WM hat mich nicht interessiert, weder wegen meiner "nation" noch wegen des sportes an sich. leute die mir vorhalten ich wäre respektlos gegenüber deutschland, nur weil es mir egal is, "was" ich bin, denen kann ich nur sagen, dass es genauso respektlos ist, sich irgendwas drauf einzubilden.
denn deutsche sind nich besser oder intelligenter, das is einfach mal fakt. und wo is da nun noch der bonus "deutsch" zu sein? ... eben gibt in meinen augen keinen.
deutsch sein für mich bedeutet unterm strich nur, dass ich halt in mitteleuropa geboren bin, in einem abgegrenzten gebiet was man eben "deutschland" nennt
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Heike
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« Antworten #2 am: 26. Februar 2007, 15:45:30 » |
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Mir persönlich geht es überhaupt nicht darum, deutsch zu sein. Ich fühle mich eher als Europäer oder Dresdner. Die deutsche Nationalität hat für mich keine direkten Vorzüge.
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Martin
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« Antworten #3 am: 26. Februar 2007, 16:21:50 » |
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Ich finds ja interessant, dass ihr beide es auf Vorzüge des Deutschsein abgesehen habt. Für mich stellt sich das so dar, als spielte es für euch nur keine Rolle, ein/e Deutsche/r zu sein, weil ihr es als nachteilig erachtet, bzw. wie gesagt zumindest nicht für vorteilhaft. Wäre es nun vorteilhaft, wäret ihr stolz darauf deutsch zu sein?
Zu mir selber kann ich nur sagen, dass deine Fragen nicht leicht zu beantworten sind. Natürlich lege ich wert darauf deutsch zu sein. Es ist nun mal mein Vaterland. Wie ich das in Relation zu anderen Ländern und Nationalitäten setze ist eine andere Frage. Schwierig ist auch die Sache mit der Staatsangehörigkeit. Ich glaube aber, dass ich zumindest versuchen würde die deutsche zu behalten, da mir sonst irgendwie jegliche Beziehung zu Deutschland fehlt, wenn ich auch noch in dem anderen Staat lebe.
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Worm
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Worm - besser kann ich's auch nicht!
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« Antworten #4 am: 26. Februar 2007, 16:26:30 » |
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naja wir sprechen erstma alle deutsch (mehr oder weniger) hier, was uns schonmal alle ein bissl zusammen schließt....und ja richtig wir sind alle in einem geografisch abgegrenzten gebiet geboren, was ja nix weiter zusammen schließendes ist...nur wenn man sich die geschichte anschaut wie es entstanden ist.....aus einem gefühl der zusammengehörigkeit von menschen, welche die gleiche sprache und kultur hatten und in gewisser weise gemeinsam ihr leben bewältigen wollten und eine regierung bilden...und außerdem feiern wir die gleichen feste und andere dinge....und wir haben alle einen deutschen pass oder personalausweis  ... also in gewisser weise fühle ich mich scho deutsch und bin auch ein bissl stolz auf mein land....scho alleine weil wir handball weltmeister sind....natürlich asind dass nur ca. 10 personen waren....aber sie sprechen genauso deutsch und sind in diesem geografischem gebiet geboren....aber vorallem sind sie dadurch weltmeister geworden, dass sie unterstützung von uns und dem staat bekommen haben  nochma zu dem gebiet....für mich is auch der deutsch, der nich i ndeutschland geboren wurde aber die deutsche bürgerschaft hat...
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Heike
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« Antworten #5 am: 26. Februar 2007, 16:33:39 » |
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Also meiner Meinung nach sind die Handballer Weltmeister, weil sie gut spielen, nicht weil sie deutsch sind.  Ich wollte eigentlich bloß ausdrücken, dass ich mich nicht als deutsch sehe, da ich nicht einmal weiß was deutsch ist, bzw. es nicht wissen kann, da es keine allgemeingültige Definition gibt. Staatsbürgerschaft? Politik? Sport?! (Muss ich also mit der Fußballmannschaft mitfiebern, um deutsch zu sein...?) Sprache? Kultur? Da stellt sich dann die Frage, ob es überhaupt eine einheitliche Kultur in Deutschland gibt... Aus diesem Grund sehe ich mich zwar schon als Deutsche, denn ich habe einen deutschen Ausweis, aber ich identifiziere mich eher mit meiner Heimatstadt, da das ein Ort ist, mit dem ich Eigenschaften verbinden kann. "Deutsch" oder "Deutschland" sind - wenn man sich damit identifizieren wöllte - leere Worte.
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Worm
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Worm - besser kann ich's auch nicht!
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« Antworten #6 am: 26. Februar 2007, 16:37:45 » |
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naja natürlich spielen sie gut....aber warum? sie werden vom deutschen bund unterstützt....ohne diese unterstützung könnten sie nich trainieren und wären wohl auch nich so gut....und irgendwie bezahlen wir ja auch das durch unsere steuern...und somit können wir schon mit denen mitfiebern...natürlich musst du nich mit der fußball- oder was auch imemr für einer mannschaft mitfiebern aber irgendwie finde ICH es schon schö zu sehne, dass deutsche sportler nicht ganz schlecht sind und erfolge feiern können...
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Anna
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kugelschreiberkünstlerin durch schockinszenierung
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« Antworten #7 am: 26. Februar 2007, 20:57:42 » |
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Man muss bei "deutsch" schon erstmal in Sprache und Staatsangehörigkeit unterscheiden. Die Sprache hat für mich nichts mit dem zu tun, worauf man hier hinaus will. Ich glaube, dass es eher um den Ruf und eben das Bewusstsein geht. Deutschland ist, was seine Vergangenheit betrifft zumindest, nicht besonders gut angesehen und irgendwie ist es doch auf verpöhnt, wenn man sagt, man mag es deutsch zu sein - wie auch immer man das ausdrücken will. (Ich denke der Grundgedanke ist klar.) Aber warum ist das so? Weil viele Menschen in der Welt die heutigen Generationen Deutscher (Uns, unsere Eltern und eben unsere Großeltern, die nicht beide Kriege miterlebt haben, jedenfalls nicht der große Teil) die hier Lebenden immernoch für den Holocaust verantwortlichen machen, weil immernoch viele glauben, dass wir in Deutschland grundsätzlich Nationalsozialistisch denken. Und irgendwie möchte man sich auch nicht auf eine Stufe mit einem Menschen stellen, der Deutschland exzessiv als sein Vaterland ansieht und eben einen übertriebenen Nationalstolz hegt. Das war auch Thema zur WM und eigentlich brauchen wir die WM nicht, um festzustellen, dass man uns nicht mehr für die Vergangenheit verantwortlich machen kann, aber man kann damit umgehen. Wie man damit umgeht sei jedem selbst überlassen. In meinem Pass steht, dass ich Deutsche bin. Deutschland ist für mich ein Land, für das man sich nicht zu schämen braucht und man muss es auch nicht leugnen. Ich mag die Dialekte, die Menschen, die Mentalität und natürlich die Landschaft, die Vielfalt. Wäre ich meinetwegen in Holländerin und würde in genau dem Lebensstandart leben wie jetzt oder wäre einfach zufrieden, würde ich wahrscheinlich genau dasselbe sagen. So etwas ist immer relativ.
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Annipie
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« Antworten #8 am: 26. Februar 2007, 21:02:05 » |
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Ich find die Idee von der Staatentrennung total blöde. Was macht es für einen Unterschied, ob ich aus Frankreich, England oder Deutschland komme. Meine These dazu bleibt, dass ich Mensch bin. Wenn mir schon jemand so ne blöde Frage stellt. Bin ich einfach mal Mensch oder von mir aus Weltbewohner, Erdenzugehöriger, aber weder Deutsch noch Dresdner noch sonste was in der Richtung. Vielleicht ein wenig Hannoveraner, aber irgendwie auch nur, weil es auf meinem Pass steht. Und was bringt es mir. Nichts, denn nur weil da Deutsch drauf steht, heißt es noch lange nicht, dass ich jetzt aus einem besseren Volk komme, was ich eh bezweifeln würde, aber hey. Wir sind alle nur Menschen und die Staateneinteilungen und Grenzen hindern uns eher daran Menschen zu sein, als das sie uns wirkliche Identität und Zugehörigkeit schaffen können. Bekennender Weltbürger und Christ. So was sollte mal auf meinem Pass stehen. Vielleicht dann bei meinen Ur Ur Ur Enkeln, wenn sich da nicht scho alle weggesprengt haben...
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Worm
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Worm - besser kann ich's auch nicht!
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« Antworten #9 am: 26. Februar 2007, 22:09:10 » |
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he glaube trennt genauso wie staat...wieso sollte da christ stehen aber nich deutscher? und ich bin immernoch der meinugn, dass uns einfachdie kultur verbindet...die sprache.....und als dresdner fühl ich mich ma gar nich....und nein es is nich egal, ob ich aus frankreich england oder deutschland komme, weil das sind scho ma 3 verschiedene sprachen und kulturen und ich bin in deutschland geboren, haben eine deutsche kultur und fühle mich deswegen auch deutsch
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herr ott
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« Antworten #10 am: 26. Februar 2007, 22:16:49 » |
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ich fühle mich irgendwie hauptsächlich als ostthüringer, denn da bin ich aufgewachsen und hab die meiste zeit meines lebens verbracht. was mich damit verbindet ist die mentalität der menschen, die tatsache das wir ständig fleisch auf dem rost zubereiten und zu jeder passenden und unpassenden gelegenheit bier trinken. außerdem tunken wir den kuchen in den kaffee und sind notorisch pessimistisch. als deutscher fühle ich mich irgendwie nicht, dafür sind mir die menschen in den einzelnen bundesländer einfach mal viel zu verschieden 
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Annipie
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« Antworten #11 am: 26. Februar 2007, 22:39:37 » |
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Man kann sich auch auf eine Sprache einigen und wenn du zusammen mit Menschen in einem Raum bist und zu einem thema arbeitest, dann merkst du nichts mehr von "nationalen" unterschieden. Kulturen decken sich und ich hab och kein Problem mir ne andere Kultus zu gemüte zu führen. Ich finde die Lebensphilosophie der Italiener faszinierend, fühle mich dem Staate Israel zugeneigt und habe eine besondere Vorliebe für England. Ich kann alles miteinader vereinen, obwohl es unterschiedliche Staaten mit unterschiedlichen Kulturen sind. Es geht um die Schnittpunkte des gemeinsamen. Ich interessiere mich nicht dafür, dass ich im Henrittenstift irgendwo in Hannover irgendwo in Deutschland geboren bin, das ist so egal. Ich bin doch einfach nur Mensch, da spielt der Staat keine Rolle. Sicher verstehe ich auch die, die sich eine Identität über die Nationalität schaffen, nur was stand letzten im Fussballforum. Wer sich eine Identität über eine Nation schafft, macht das doch nur, weil man keine andere Identität finden kann und sich an etwas klammern muss. Ich lasse es so stehen, weiß nicht, ob es falsch oder richtig ist. Statt Christ dann eben bekennender Sozi und Weltbürger  ..gibt och noch zig andere Beispiele^^..
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Heike
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« Antworten #12 am: 27. Februar 2007, 17:47:55 » |
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haben eine deutsche kultur und fühle mich deswegen auch deutsch Ja, aber was ist diese deutsche Kultur eigentlich? Ich finde nicht, dass man von deutsch reden kann, sondern vielmehr von sächsisch, thüringisch, mecklenburgisch... Und nicht mal innerhalb der Grenzen eines Bundeslandes ist Kultur einheitlich.
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ronizzel
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« Antworten #13 am: 27. Februar 2007, 18:31:43 » |
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Naja mir fällt nicht unbedingt ein Unterschied auf, wenn ich von Sachsen nach Berlin oder München gehe. Sicher, in München stellen sich die Menschen brav rechts auf die Rolltreppen, damit die eiligen vorbeieilen können und in Berlin ist das nicht so - aber generell ist es eine ähnliche Architektur (wobei die modernere eigtl nix kulturspezifisches mehr besitzt, sondern nur die Größe und Menge je nach vorhandenem Geld / Sinn varriert ist). Und wir reden alle mit derselben Sprache, sogar die Dialekte verwischen durch die Binnenwanderung besonders in Großstädten. Es sind überall dieselben Supermarktketten, dieselben Fernsehsender, die Theater und Opern führen die selben Stücke auf (wenn man hinreichend große Zeiträume betrachtet). Es existieren zahlreiche bundesweite Tages- und Wochenzeitungen sowie Zeitschriften. Bücher und Musik werden auch in ganz Deutschland mit wenigen lokalen Unterschieden konsumiert behaupte ich mal. Ich bin natürlich kein Experte darin, aber außer im Bildungswesen sind die Bundesländer doch recht ähnlich. Auch die Volksmusik ist bundesweit gleich oder? ^^
Sicherlich gibt es lokale Unterschiede aber ich finde die nicht so erheblich, dass ich mich nun als deshalb als Dresdner fühlen müsste aber nicht als Deutscher. Als Dresdner fühle mich weil das meine Heimat ist und ich da fast die gesamte Zeit meines Lebens verbracht habe und als Deutscher fühle ich mich weil das meine Heimat ist und ich da fast die gesamte Zeit meines Lebens verbracht habe.
Das ließe sich für Europa und die Welt so fortführen und tatsächlich ähneln uns unsere Nachbarländer, bzw. umgedreht durch gegenseitige Beeinflussung, heute hauptsächlich durch die Wirtschaft.
Trotzdem finde ich das mein Leben hauptsächlich durch meine Identität als Deutscher bestimmt ist. Man muss nur beachten dass diese heute eine andere ist als vor 20 Jahren und als vor 70 Jahren! Ich spreche (leider) kein französisch und ich höre auch keine spanische Volksmusik, vielmehr Isländische und Afrikanische ^^
Ob man da nun drauf stolz oder nicht ist hängt von seinem eigenen Selbstbewusstsein ab. Ein kollektives Selbstbewusstsein in Deutschland kenne ich jedoch kaum, außer im Sport und im Film.
Viel wichtiger finde ich es sich als Mensch zu begreifen. Denn eine Menschheit gibt es leider nicht als zusammenarbeitende Instanz, sondern nur als schaden-anrichtendes Konglomerat. Unsere globalen Probleme vermögen wir wegen zwischenstaatlichen Differenzen sprich Streit (und schlimmeren Dingen) nicht zu lösen. Bisher... Dabei bin ich der Überzeugung dass es viel mehr Gemeinsamkeiten und gemeinsame Interessen alle Menschen gibt als das wir auf demselben Planeten leben und da so viel wie möglich haben wollen.
PS: Gehört das Thema nicht unter Politik oder hab ich es falsch aufgefasst?
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« Letzte Änderung: 27. Februar 2007, 19:20:56 von ronizzel »
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Worm
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Worm - besser kann ich's auch nicht!
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« Antworten #14 am: 27. Februar 2007, 19:08:50 » |
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das sind nich nur zwischenstaatliche diiferenzen sondern zum hauptteil auch einfach ein krieg des glaubens....was ich tausende male schlimmer finden, dass sich leute kloppen, weil sie nicht an den gleichen gott o.ä. glauben
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« Letzte Änderung: 01. März 2007, 18:24:53 von Worm »
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