einfach nur krass!!!
Wenn der 17 Jahre alte Thiago Olsen aus Michigan nicht gerade am Crosslauf der Stoney Creek High School teilnimmt, schraubt und bastelt er offenbar an seinem in Eigenregie gebauten Gerät zur Kernfusion im Keller seines Elternhauses. Den Großteil der dafür benötigten Teile, wie Umwandler für Röntgenstrahlen, Diffusionspumpen und Neutronen-Dosimeter hat er sich bei Ebay besorgt oder selbst aus Schrott und anderen Teilen zusammengebaut.
Ziel bei der Fusion ist es zwei Wasserstoffatome mit so hoher Geschwindigkeit zur Kollision zu bringen, dass beide unter Freisetzung eines Neutrons zu einem Heliumkern verschmelzen. Die Wissenschaft erforscht die Fusion in der Hoffnung mit ihr möglicherweise eines Tages große Energiemengen gewinnen zu können. Den Beweis für die Funktionsfähigkeit von Thiago's Apparat liefern die von veröffentlichten Bilder, welche eindeutig ein klassisches "Stern im Glas"-Muster zeigen, was auf die Anwesenheit eines typischen Nebenproduktes der Kernfusion hinweist.
"Es wie der Heilige Gral der Physik," sagte Olsen den Reportern der "Detroit Free Press". Seine Leistung wurde von der Webseite Fusor.net registriert, wo er offiziell als 18. Mitglied in den "Neutron Club", einer weltweiten Elite-Gruppe von Privatpersonen welche erfolgreich ein selbstentwickeltes Fusions-System bedient haben, aufgenommen wurde.
Einige Eltern werden sich nun sicherlich sorgen wie sicher ein solcher "selbstgebastelter" Apparat ist, der dazu dient Plasma bei einer Temperatur von rund 200 Millionen Grad zu erzeugen, was einige Male heißer als der Kern der Sonne ist. Doch die Bedenken scheinen wohl unbegründet den Anfang des Monats haben Mitglieder des Michigan Gesundheitsministeriums das Gerät untersucht und waren laut Olsens Aussage offenbar schwer beeindruckt.
Quelle: PCGH