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Autor Thema: Leistungsbewertung  (Gelesen 900 mal)
Chaosmen
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« am: 25. April 2008, 15:46:49 »

Hallo an alle.
Heute habe ich eine Situation erlebt, die ich gerne mal disskutieren würde... (Fächer und Namen geändert)

Heute war der letzte richtige Schultag für alle 12er. Mit diesem Tag standen auch alle Noten (außer Prüfungsfächer) bereits fest.
Als ich nun heute in dem GRUNDKURS "X" meine Endnote gesagt bekommen habe, war ich sehr erstaunt. Ich verlangte natürlich Einsicht und da ergab sich folgendes Bild:     Sonstige Noten: 12 (Test) 10 (mdl.)  Klausuren: 8   summa summarum ergibt es in dem sonstigen bereich: 11 pkt.
Dies wird ja nun laut der Rechnung mit den Klausuren verrechnet, also [8pkt (Klausur) + 11 pkt (Sonstige Bereich)] / 2 = 9,5 Pkt.
Laut einer Regelung an unserer Schule, zumindest glaubte ich, dass es soetwas gibt, würde die Endnote auf 10 pkt. aufgerundet werden, da im Grundkurs, bei einer Klausur, nach Sonstigen Noten entschieden wird. Der Lehrer aber entschied sich für ein Abrunden auf 9 pkt. mit der Begründung: "... Der Lehrer darf aus eigenem Ermessen entscheiden, ob und wie die Noten gerundet werden." Nach dieser Aussage legte ich ein Veto ein, und sagte, dass es an unserer Schule eine Regelung gibt, die besagt, das nach obigem Prinzip entschieden wird und nicht nach eigenem Ermessen. Trotz meiner Überzeugungsbemühungen, schaffte ich es nicht meine Note zu ändern. Nun bin ich an dem Punkt angekommen, wo ich mir sage, in wie weit ist das Willkür und Machtausübung auf den Schüler? Laut Schulgesetz heißt es, dass der Lehrer einen "pädagogischen Freiraum" zur Benotung hat. Welcher pädagogischer Hintergrund steckt aber hinter dieser Notenvergabe, und mit welchem Recht, darf die Regelung, die in jedem anderen Fach, von jedem anderen Lehrer so gehandhabt wird, gebrochen werden?
Ich bitte um zahlreiche Antworten, auch von evtl. Rechtsprechenden Lehrern und allen anderen.

Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen Chaos.
« Letzte Änderung: 25. April 2008, 15:54:13 von Chaosmen » Gespeichert

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MikeJey
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« Antworten #1 am: 25. April 2008, 16:09:18 »

Hi Chaos,
Ich befinde mich in der selben Situation wie du! Ich stehe im Grundkursfach "Y" bei der selben Lehrerin, die du hast, auch auf 9,5 mit den selben Noten wie du. Ich war auch erstaunt, dass es da keine 10 gab, aber ich hab mich an das Lehrermonopol so langsam gewöhnt. Will jetzt hier nichts falsches sagen, aber ich bin sowieso raus in paar Wochen  Grinsend
Und deswegen interssiert mich die sc*** Schule nimmer  Lächelnd
Ich finds übrigens nicht gerecht, wenn Lehrer nach eigenem Ermessen die Note runden. Jeder Lehrer den ich kenne hat bei .5 aufgerundet und das ist gut so Smiley
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STS
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« Antworten #2 am: 27. April 2008, 20:22:19 »

Also ganz so, dass die Lehrer aus vollkommener Willkür heraus handeln, ist es ja doch nicht. Zumeist wird wenn man auf ,5 steht etwas über den Tellerrand hinaus geschaut und zum Beispiel mündliche Leistungen mit zur Entscheidung heran gezogen. Ich will euch nichts unterstellen, aber wenn die im Ermessen des Lehrers nicht gut war, dann wird eben abgerundet.
Das es ein Gesetz an unserer Schule gibt, das besagt, dass bei ,5 aufgerundet wird gibt es meiner Meinung nach nicht, wenn doch würde ich das absurd finden.

Im Endeffekt musst du dich wohl mit deiner Note abfinden.
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Chaosmen
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« Antworten #3 am: 28. April 2008, 15:21:23 »

Zumeist wird wenn man auf ,5 steht etwas über den Tellerrand hinaus geschaut und zum Beispiel mündliche Leistungen mit zur Entscheidung heran gezogen.

Meine mündliche Leistung beläuft sich ja auf 10 pkt, also weiß ich nicht, was es für ein Grund gäbe abzurunden. Ich finde das ist ein Absurdum für sich!!
Ich weiß auch nicht ob es eine festgeschriebene Regelung gibt, aber u Beginn der Sek. II. wurde uns allen mitgeteilt, dass in Grundkursen nicht nach der Klausur, sondern nach den sonstigen Noten entschieden wird. Das wurde bisher immer so gehandhabt. Ich weiß auch nicht welchen pädagogischen Zweck diese Abrundung befolgen soll? Ich habe 1 Note unter 10 pkt. was veranlagt also dem Pädagogen abzurunden? Ein Anspurn fürs nächste Jahr (Standartantwort) kann es ja nicht sein. Ich finde das ungerecht dem Schüler gegenüber, weil man hier deutlich erkennen kann, dass nicht nach dem Leistungspotential des Schülers benotet wird, sondern nach persönlicher Einstellung. Das ist zumindest meine Meine Meinung, welche sich nach diesem Vorfall deutlich verstärkt hat. Wenn mir jemand erklären kann, weshalb ein Lehrer sonst eine schlechtere Note gibt, obwohl der überwiegende Teil besser ist, lass ich mich gerne überzeugen.
Mfg.
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Lodel
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« Antworten #4 am: 29. April 2008, 18:05:45 »

Ich bitte um zahlreiche Antworten, auch von evtl. Rechtsprechenden Lehrern...
Da fühle ich mich doch irgendwie angesprochen Zwinkernd
Zitat von: OAVO §15 (2)
Die Gewichtung der beiden Teilbewertungen liegt im pädagogischen Ermessen des Kursfachlehrers. Der Teilbewertung der in den Klausuren erbrachten Leistungen kommt gegenüber der Teilbewertung der erbrachten übrigen Leistungen mindestens das gleiche Gewicht zu.
Um die ewige Diskussion um Auf- oder Abrunden zu beenden, gelten bei uns folgende Grundsätze (oder sagen wir besser: Entscheidungshilfen):
  • Die beiden Teil-Notenpunkte werden durch arithmetisches Mittel, gerundet auf 1 Dezimale, gebildet.
  • Die Halbjahrespunktzahl ergibt sich wiederum als arithmetisches Mittel aus den beiden Teilbewertungen, dann natürlich auf Ganze gerundet.
  • Sollte diese Mittelbildung auf x,5 führen, wird in Kursen mit nur 1 Klausur zu den Sonstigen hin gerundet, bei 2 Klausuren zu diesen. Damit soll vermieden werden, dass die einzige Klausur ein zu starkes Gewicht erhält.
In deinem Fall ergäben sich demnach in der Tat 10 Notenpunkte. Allerdings wäre dann noch die Sache mit dem "pädagogischen Ermessen". Frag doch deine Lehrerin einfach, warum sie von der Regel (nicht Gesetz!!) abgewichen ist. Sie sollte dir schon ihre Gründe nennen können...
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Chaosmen
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« Antworten #5 am: 29. April 2008, 20:32:15 »

Vielen Dank für diese Antwort.  Grinsend
Diese ist mir doch sehr Hilfreich, um einen Disput aus dem Weg zu räumen!
Vielleicht hilft es ja andern auch^^
Vielen Dank nochmal. Wie gut, dass es noch Lehrer gibt, die im Ermessen des Schülers handeln  Lächelnd
Mit freundlichen Grüßen
Marco
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